
Chili
Chilis sind weithin beliebt als scharfe Paprikas. Es gibt sie in zahlreichen verschiedenen Schärfegraden. Sie sind ein Vitamin C Spender und reich an Carotin. Als Nachtschattengewächs ist die Chili eng verwandt mit Kartoffeln oder Tomaten.
Die zweitkeimblättrigen Pflanzen können bis 1,50 Meter hoch wachsen. Sie bevorzugen sandige, lockere Böden und vertragen keine Kälte. Chilis blühen meist weiß. Es gibt aber auch rötliche oder violette Blütenstände. Die Paprikafrucht wird gemeinhin Schote genannt. Botanisch betrachtet handelt es sich jedoch um eine Beere. Reife Chilis besitzen die Farben orange, gelb, weiß, braun oder rot.
Bei schwarzen oder violetten Früchten ist der Riefeprozess noch nicht abgeschlossen.
Die Chilipflanze und ihre Geschichte
Auf Grund von Ausgrabungsfunden konnte nachgewiesen werden, dass die Azteken in Mexiko bereits um 7 000 v. Chr. die Chilifrucht kannten. Mit einer gezielten Züchtung der Chilis wurde vermutlich um 4 000 v. Ch. begonnen. Kolumbus hielt, als er sich 1492 in Indien glaubte, die Chili für eine Unterart des indischen schwarzen Pfeffers. Kolumbus brachte die Chili nach Europa, wo sich erstmals in Spanien angebaut wurde. Noch heute nennt man sie gemeinhin “Spanischer Pfeffer”. Als Urform aller heute gebräuchlichen Chiliarten gilt die Sorte Tepin. Bislang wurden aus dieser Urpflanze über 1 000 Sorten Chilis kultiviert. Als bekannteste Sorte gilt die Jalapeno.
Der Chilianbau
Chilis werden heute auf der ganzen Welt kultiviert. Die Pflanze wächst sowohl in tropischen, als auch in gemäßigten Klimazonen. Da die Pflanze sehr kälteempfindlich ist, wird sie in unseren Breiten in Gewächshäusern angebaut. Chilis besitzen eine überaus artenreiche Vielfalt.
Chilis und ihre Verwendung

Chili - Paprika
In der Küche finden Chilis eingelegt, getrocknet oder frisch Verwendung. Neben der allseits beliebten Tabasco-Soße zählt auch das asiatische Sambal-Olek zu den beliebtesten Würzen, welche aus Chili gewonnen werden. Wer frische Sorten verwendet, sollte die Samen entfernen und vor dem Gebrauch die Schärfe der Chili testen. Zu scharf geratene Gerichte lassen sich mit Joghurt verfeinert wieder genießbar machen. Spanischer Piment und ungarischer Paprika gelten als mildeste Sorten des Chili. Pulversierte Chilis behalten ihren Schärfegrad, besitzen jedoch weit weniger Vitamin C als frische Sorten.
Auch die Medizin macht von der Chili Gebrauch. Bereits die amerikanischen Ureinwohner behandelten mit Chilischoten Zahnschmerzen oder Arthrose. Dies wurde in die Volksmedizin Europas übernommen. Das in den 1920er Jahren entwickelte ABC-Pflaster gewinnt seine Wärmewirkung aus den in Chilis vorkommenden Wirkstoffen. ABC-Pflaster können gegen Hexenschuss und Migräne wertvolle Dienste leisten. Chilis vermögen es, die Durchblutung zu fördern und hemmen die Blutgerinnselbildung. Durch die Schärfe der Chilis wird die Schweißproduktion angeregt. Chili kann auch die Verdauung fördern. Wissenschaftlich nicht belegt ist die schmerzbetäubende Wirkung des Chilis. Wer Chili in der Küche verwendet, sollte mit Handschuhen arbeiten, um offene Wunden oder die Augen nicht in Berührung mit den Chilis zu bringen.
Das bekannteste Kochrezept , in dem Chili Verwendung findet, ist Chili con Carne. Weiterhin ist die scharfe Paprika beliebt als Beigabe von Pizza, Gulasch, Hühnerfleisch, Pasta oder Gemüse.




