Berlin – die Historie einer Metropole

Written by on 12. September 2011 in Geschichte & Historisches - Kommentare deaktiviert
Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Brandenburger Tor

Die Frühgeschichte

Auf eine Besiedlung Berlins seit 60 000 v. Chr. lassen die Funde von Knochen und Werkzeugen auf dem heutigen Stadtgebiet schließen. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. wurde von den Germanen Ackerbau und Viehzucht betrieben. Nach der Abwanderung der Germanen siedelten sich im 8. Jahrhundert slawische Stämme auf dem Gebiet des heutigen Berlins an. Diese slawische Besiedlung endete abrupt Mitte des 11. Jahrhunderts als die Mark Brandenburg von Albrecht dem Bär gegründet wurde.

Berlin – Residenz wider Willen

Um 1230 entwickelten sich die neu gegründeten Städte Berlin und Cölln zu einer Doppelstadt, welche Mitte des 14. Jahrhunderts Mitglied der Hanse wurde. Friedrich I. erwirbt 1415 über die Mark Brandenburg die Lehnsherrschaft. Dessen Nachfolger Friedrich II. veranlasst Mitte des 15. Jahrhunderts, unter dem Protest der Bevölkerung, den Bau des Stadtschlosses und legt hiermit den Grundstein für Berlin als Residenzstadt.

Berlin unter preußische Flagge

Unter Kurfürst Friedrich Wilhelm wird Berlin um 1650 zur Festung ausgebaut. Die Inbetriebnahme des Oder-Spree-Kanals lässt Berlin entscheidende Bedeutung als Umschlaghafen auf der Strecke Hamburg Breslau zukommen. Unter Kurfürst Friedrich III. entstanden Anfang des 18. Jahrhunderts in Berlin zahlreiche Prachtbauten. Den Status einer europäischen Hauptsstadt erlangt Berlin Mitte bis Ende des 18. Jahrhunderts unter der Regierungszeit Friedrichs des Großen. Bauliche Akzente im Stadtbild setzen Anfang des 19. Jahrhunderts Preußens führende Baumeister Schinkel oder Schadow.

Die Reichshauptstadt Berlin

Im Versailler Spiegelsaal wird 1871 das erste deutsche Kaiserreich ausgerufen und König Wilhelm I. wird zum Kaiser ernannt. Berlin wird zwischen 1871 und 1945 Hauptstadt des Deutschen Reiches und errang in dieser Zeit den Status einer Weltmetropole. Sozialdemokrat Phillip Scheidemann ruft am 9. November 1918 vor dem Berliner Reichstagsgebäude die Republik aus. In den Folgejahren wird Berlin in 20 Bezirke unterteilt. Im II. Weltkrieg erleidet die Stadt schwerste Zerstörungen. Etwa ein Viertel der Bausubstanz wird komplett zerstört.

Berlin – die geteilte Stadt

Reichstag in Berlin

Reichstag in Berlin

1945 wurde Berlin unter die gemeinsame Verwaltung der Siegermächte des II. Weltkrieges gestellt. Es kam zu einer zusehenden Verschärfung des Ost-West-Konflikts. Die Sowjetunion versuchte 1948 die Westmächte durch die Berlin-Blockade aus der Stadt zu verweisen. Dies verhinderten die westlichen Alliierten mit einer beispiellosen Luftbrücke. Es kam zur Spaltung der Stadt in einen Ost- und einen West- Sektor. In Ost-Berlin wird am 9. Oktober 1949 die DDR ausgerufen. 1950 wurde in West-Berlin eine Verfassung erlassen , welche die Stadt zu einem Teil der Bundesrepublik Deutschland werden ließ.

Berlin heute

Am 9. November 1989 wurde die innerdeutsche Grenze geöffnet und die Mauer verlor ihren jahrzehntelangen Schrecken. Das Brandenburger Tor erwandelte sich in eine Partymeile. Mit den Jahren wuchs zusammen, was immer zusammen gehörte. Die Bundesregierung verlegte ihren Regierungssitz an die Spree und der 3. Oktober wurde zum Nationalfeiertag der Deutschen. Die bewegte Geschichte Berlins lässt sich anhand zahlreicher Bauwerke Museen und Gedenkstätten nachvollziehen.

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