Das Tagesgeldkonto für die kurzfristige Geldanlage nutzen

Written by on 12. Dezember 2011 in Finanzen & Wirtschaft - No comments

Tagesgeld hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Geldanlagen überhaupt entwickelt. Fast jeder Anleger verfügt mittlerweile über ein solches Konto, und dies aus unterschiedlichen Gründen. So dient es Familien dazu, Gelder für unvorhergesehene Ausgaben jederzeit verfügbar zu haben, Trader, also Aktienhändler, nutzen es gern zum Parken von Geld, welches erst später wieder investiert werden soll.

Grundsätzlich ist ein Tagesgeldkonto für kurzfristige Geldanlagen gedacht. Hierzu sind die hierauf eingezahlten Gelder jederzeit verfügbar, Kündigungsfristen, wie diese etwa von Sparbüchern bekannt sind, müssen vom Anleger nicht eingehalten werden. Weiterhin ist es möglich, jederzeit Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto zu leisten, selbst Sparpläne können eingerichtet werden.
Dies alles ist möglich, da das Tagesgeldkonto im eigentlichen Sinne ein Girokonto ist, welches allerdings nicht für den Zahlungsverkehr zugelassen wird. Daher sind Überweisungen vom Tagesgeldkonto nicht möglich, lediglich Auszahlungen können per Überweisung auf ein vorher benanntes Referenzkonto ausgeführt werden. Sofern das Konto bei einer Bank vor Ort geführt wird, sind zudem Baraus- sowie Einzahlungen möglich.

Aufgrund der großen Flexibilität, die Tagesgeldkonten bieten, nutzen es viele Menschen nicht mehr nur langfristig, sondern es dient ihnen als Sparbuchersatz bzw. als Alternative zum Festgeld. Der Grund hierfür liegt neben der flexiblen Anlageform aber auch in der Verzinsung. Diese ist in der Regel marktorientiert und richtet sich nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Zudem wird der Zins variabel vereinbart, so dass er sich den Marktgegebenheiten jederzeit anpassen kann.
So liegen die Konditionen für Tagesgeldkonten aktuell zwischen 1-5% p.a. Vor allem Direktbanken können hier aufgrund ihrer Kostenstruktur jedoch hohe Zinssätze bieten und somit die Filialbanken teils weit übertreffen. Diese Zinssätze liegen dann oft sogar höhe als vergleichbare Zinssätze von 3monatigen Festgeldern. Die meisten Filialbanken verzichten daher mittlerweile auch auf das Angebot eines Tagesgeldkontos und verkaufen alternativ den Geldmarktfonds.

Ein weiterer Vorteil von Tagesgeldkonten ist, dass für diese Anlage in der Regel keine Mindestsumme benötigt wird, denn die Verzinsung ist bereits ab dem ersten Euro gewährleistet. Einige Banken bieten jedoch Sonderkonditionen für hohe Guthaben bzw. Willkommensgeschenke für Neukunden, die bereits bei der Kontoeröffnung einen gewissen Startbetrag einzahlen.
Sofern das Tagesgeldkonto bei einer Direktbank eröffnet wird, erfolgt die Kontoführung entweder online oder aber per Telefon und Brief. Einzahlungen können in jedem Fall per Überweisung vom eigenen Konto getätigt werden.

Comments are closed.