Pu-Erh-Tee – königlich genießen

Written by on 11. September 2011 in Essen & Trinken - Kommentare deaktiviert
Tee
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In asiatischen Ländern ist der Pu-Erh-Tee weithin als “Tee der Könige” geschätzt. Über viele Jahrhunderte war es dort nur den Herrschenden vorbehalten, sich mit dem Getränk zu versorgen. Auch die Teekenner der Gegenwart schätzen das Getränk und seine vielfältigen Wirkungsweisen, für die zahlreiche Erfahrungsberichte sprechen. So geriet Pu-Erh-Tee als “Fettkiller” in die Schlagzeilen. Weiterhin soll das Getränk vermögen, dass Ying und Yang, die innere Harmonie des Menschen, wieder herzustellen und in Einklang zu bringen. Um die Fett verbrennenden Eigenschaften des Tees zu beweisen, unternahm man Versuche mit Ratten, welche nach Einnahme des Getränks Veränderungen am Fettgewebe aufwiesen. Bislang fehlen jedoch fundierte wissenschaftliche Beweise.

Den Pu-Erh-Tee gewinnt man aus dem Qingmao-Teebaum. Der Baum wächst ausschließlich in der südchinesischen Provinz Yunnan in einer Höhenlage bis 2 000 Metern. Seine unverwechselbare rötliche Farbe und den etwas erdigen Geschmack erhält er durch die Zusetzung von Mikroorganismen und Teepilzen und durch einen speziellen Prozess der Reifung. In China begann man bereits vor beinahe 2 000 Jahren mit der Herstellung und dem Genuss des Tees. Somit kann Pu-Erh-Tee zu den ältesten Teesorten weltweit gerechnet werden. Die Bezeichnung Pu-Erh lässt sich auf die gleichnamige chinesische Stadt zurückführen, welche im Hauptanbaugebiet des Getränkes liegt. Für den Tee werden auch Bezeichnungen wie “Tibetan Tea” oder “Roter Tee” verwendet.

Anwendung und Wirkung

Auf Grund seiner entgiftenden und entschlackenden Wirkung wird Pu-Ehr-Tee häufig bei Diäten empfohlen. Durch den Genuss des Tees kann das Immunsystem gestärkt werden. Der Blutfettgehalt normalisiert sich und der Leberstoffwechsel wird angeregt. Weiterhin soll das Getränk eine Cholesterin senkende Wirkung besitzen und dazu führen, dass sich Blutalkohol schneller abbaut. Die Senkung der Harnsäurewerte wirkt sich positiv auf Gicht- und Nierenleiden aus. Auch bei Verdauungsbeschwerden auf Grund einer Verstopfung kann der Tee gute Dienste leisten. Er normalisiert die Verdauungsarbeit, hat aber keine abführende Wirkung. Lässt man die Blätter des Tees nicht austrocknen, ist eine Mehrfachverwendung möglich. Zunächst werden die Blätter mit heißem Wasser in Verbindung gebracht und “gewaschen”. Hat man mit einem Liter Wasser aufgefüllt, sollte der Tee zwischen drei und fünf Minuten ziehen.

Dosierung und Nebenwirkungen

Auf Grund des enthaltenen Koffeins sollte man vom übermäßigen Genuss des Pu-Erh-Tees absehen. Im Schnitt sollte man täglich nicht mehr als vier Tassen davon zu sich nehmen. Alternativ ist der Tee auch in Kapselform im Handel erhältlich. Hierbei sollte man nicht mehr als zwei mal zwei Kapseln täglich einnehmen. Da Pu-Erh-Tee ein Naturprodukt ist, sind Nebenwirkungen nicht bekannt. Dennoch ist von Bedeutung, dass der Koffeingehalt etwa mit dem des Schwarzen Tees gleichgesetzt werden kann. Die Pu-Erh-Tees werden in zehn verschiedenen Qualitätsstufen angeboten. Da man in der Vergangenheit in den Teeblättern häufig erhöhte Konzentrationen an Pflanzenschutzmitteln festgestellt hat, sollte man auf seriöse Anbieter zurückgreifen und ein hochwertiges Produkt wählen.

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