Die Nachteile von Browserspielen

Written by on 17. Januar 2012 in Computer & Internet - No comments

So populär und weit verbreitet Browserspiele auch sein mögen, so lassen sich doch einige grundlegende Nachteile nicht von der Hand weisen, die mit ihnen verbunden sind. Zum einen stellt es eine Schattenseite der geringen Anforderungen an die Ressourcen von PC oder Laptop dar, dass diese Spiele in grafischer Hinsicht gegenüber einer regulären Vollversion für den PC oder auch für eine Spielkonsole um Welten zurückstehen und ganz signifikant den Kürzeren ziehen. So wird es bei Browserspielen schon als Innovation gefeiert, wenn man bspw. Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen nicht lediglich im Anschluss an das Geschehen als Tabelle und Statistik vorgesetzt bekommt, sondern wenn von den Aktionen auf dem Schlachtfeld überhaupt etwas grafisch dargestellt wird.

Diese Zustände sind freilich auf die aktuelle Generation von PC- und Konsolen-Spielen mitnichten zu übertragen. Denn dort werden im Gegenteil aufwendige 3-D-Animationen zur Schau gestellt, die in Echtzeit berechnet sind und in visueller Hinsicht auch die gehobensten Ansprüche befriedigen können.

Ein weiterer Faktor, der womöglich eine noch schwerwiegendere Schattenseite von Browsergames verkörpert, ist der hiermit verbundene Zeitaufwand. Denn diese kleinen, einfach gehaltenen Spiele können einen enormen Sog auf die Benutzer ausüben und sie dazu verleiten, viel mehr Zeit als zunächst eingeplant in die Steuerung kleiner, pixeliger Animationen zu investieren. Auf der anderen Seite ist der Erlebnisgewinn, den man quasi im Gegenzug für die aufgewendete Zeit investiert, vergleichsweise moderat beschaffen. Denn oftmals geht es bei Browserspielen in erster Linie darum, einen Charakter durch möglichst häufiges und regelmäßiges Drücken einer Taste “stärker” werden zu lassen.

Vor einem solchen Hintergrund ist jedoch für die eigene, kreative Gestaltung und für intellektuellen Anreiz wenig Raum. Das Spiel reduziert sich dann auf eher stupides Klicken des Maus. Dies wiederum wird dem Benutzer auf Dauer in aller Regel auch bewusst, wobei er aufgrund der beschriebenen Sogwirkung schwerlich die Finger von dem Browsergame lassen und aus diesem Zweispalt heraus dann auch ein Schamgefühl vor sich selbst entwickeln kann.

Comments are closed.